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Die moderne psychosomatische Medizin ist grundsätzlich der Auffassung, dass Symptome Formen von Kommunikation sind

Als solche sind Symptome häufig wichtige Anzeichen oder Hinweise auf Entwicklungsprobleme, die im Begriff sind, ins Bewußtsein zu treten.

Milton H. Erickson und Ernest L. Rossi

Von einer psychosomatischen Erkrankung sprechen wir dann, wenn somatische Beschwerden durch psychosoziale und oder körperlich-seelische Interaktionen mit ausgelöst werden. An der Verus-Klinik orientieren wir uns strikt an einer Krankheitsvorstellung, die es vermeidet dem modellhaft Körper und Seele genannten eine eigenständige Entität zuzurechnen. Der hergebrachen Unterscheidung zwischen neurobiologischen und psychischen Zuständen gilt es vielmehr das Ich als die dialektische Einheit von biologischen, psychischen und sozialen Momenten entgegenzusetzen.

Vielleicht läßt sich dieser abstrakte Ansatz an einem Beispiel etwas illustrieren: mit Hilfe einer Positronen-Emissions-Tomographie etwa lässt sich nachweisen, dass die Glukoseutilisation im Basalgangliengebiet sich durch eine Psychotherapie verändern läßt. Das heisst, dass eine reine Gesprächstherapie einen ausschliesslich biologisch beschreibbaren Vorgang (die Zuckeraufnahme) offenbar unwillkürlich verändern kann. 

An der Verus-Klinik arbeitet deshalb ein interdisziplinäres Team von Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen, ärztlicher und psychologischer Psychotherapeuten sowie verschiedener Kreativtherapeuten daran, Lösungswege für unsere Patienten zu erarbeiten, um Körper und Seele wieder in Einklang zu bringen.

Photograph: Peter Umstetter

Kontextspalte

Intensivtherapie ?

Intensivtherapie bedeutet bei uns, dass Patienten bis zu vier psychotherapeutische Einzelsitzungen wöchentlich erhalten, ergänzt werden diese einzeltherapeutischen Gespräche durch gruppentherapeutische Sitzungen psychotherapeutischer, musischer, meditativer, übender und sportlicher Natur.