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Hier vor allem liegt das Rätselhafte der Schwermut: Wie Leben sich gegen sich selber kehrt; wie die Antriebe der Selbsterhaltung, Selbstachtung, Selbstförderung durch den der Selbstaufhebung so eigentümlich durchkreuzt, unsicher gemacht, entwurzelt werden

Romano Guardini

Die Depression zählt zu den häufigsten Erkrankungen der Seele, nach Schätzungen der DGPPPN (Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde) erkranken jedes Jahr zwischen einem und zwei Prozent der Bevölkerung der Bundesrepublik an ihr.

Häufig verbirgt sich die Depression anfänglich noch hinter einem ganzen Wust an somatischen Beschwerden sodass Depressionspatienten nicht selten bereits eine stattliche Anzahl an somatischen Abklärungen durchlaufen haben, bis ein erfahrener Arzt endlich die zutreffende Diagnose stellt.

Allen Stigmatisierungen und Befürchtungen der Betroffenen zum Trotz: Depressionen lassen sich einmal erkannt sehr gut behandeln. Zwar gilt das in noch höherem Maß für frühzeitig erkannte depressive Episoden, aber auch bereits chronifizierte Depressionen sprechen gut auf multimodale Therapien an.

Im familiären Kontext wird bei uns besonderer Wert auf die Einbindung von Kindern in die Behandlung der Eltern gelegt. Depressionen verändern den ganzen Menschen, sie belasten nicht nur ihn selbst, sie belasten auch sein Umfeld und natürlich seine Familie. In besonderem Maße gilt dies nochmal für von den Erkrankten Abhängige. Hier gilt es gleichermaßen Verständnis und Hoffnung aufzubauen damit die Verletzbarkeit der Kinder durch die oftmals als willkürlich empfundene Krankheitsentwicklung nicht steigt.

Den zahlreichen Ursachen der Depression stehen an der Verus-Klinik spiegelbildlich gegenüber ebenso vielfältige Behandlungsmöglichkeiten, deren individuelle Kombination Ihren Weg aus der Krankheit heraus darstellen soll. Damit die Depression nicht das letzte Wort hat.

 

Kontextspalte

mögliche Anzeichen

  • Kopfschmerzen
  • sozialer Rückzug
  • Schwindel
  • Appetitlosigkeit
  • Interesselosigkeit
  • Vergesslichkeit
  • Magenschmerzen
  • Pessimismus
  • Antriebsschwäche
  • Schlafstörungen